Bei Kindern von Schwangeren, die an Krebs erkrankten, können teilweise bis zum Alter von sechs Jahren kognitive Entwicklungsverzögerungen festgestellt werden, die aber bis zum Alter von neun Jahren vollständig kompensiert werden können.
Eine israelische Kohortenstudie belegt, dass sich vorübergehende von anhaltenden Entwicklungsverzögerungen mithilfe routinemäßiger Surveillance-Daten bereits am Ende des ersten Lebensjahres zuverlässig abgrenzen lassen.
Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre ist die Anzahl der Kindeswohlgefährdungen durch Gewalt jeglicher Art und Vernachlässigung um ein Drittel gestiegen. Es besteht also Handlungsbedarf, gerade für Ärztinnen und Ärzte und speziell für Pädiater. Und manche Bundesländer haben auch schon gehandelt.
Die Stiftung Kindergesundheit kritisiert in ihrem jüngsten Kindergesundheitsbericht unter anderem nach wie vor die „finanzielle Benachteiligung der pädiatrischen Versorgung“. Ist diese Kritik angesichts der erfolgten Entbudgetierung in der Pädiatrie zum zweiten Quartal 2023 aber überhaupt Anfang 2026 noch gerechtfertigt?
Kopfschmerzen und Migräne sind Themen, die auch in Kinder- und Jugendarztpraxen eine immer größere Rolle spielen. Es besteht also Handlungsbedarf – insbesondere im Hinblick auf eine multimodale Behandlung.
Tägliches oder wöchentliches Baden hat offenbar keinen Einfluss auf die Symptomatik und den Verlauf einer Atopischen Dermatitis. Diese Erkenntnis dürfte auch Einfluss auf die pädiatrische Beratung betroffener junger Patienten haben.
Kinder- und Jugendmediziner sind sich mitunter nicht ganz sicher, ob oder in welcher Weise Kinder mit einer Herzerkrankung Sport treiben sollten. Das Expertenforum Kindersportkardiologie bietet hier nun deutschlandweit seine Unterstützung an.
Immer mehr Kinder und Jugendliche haben einen zu hohen Blutdruck. Damit steigt ihr Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen im Erwachsenenalter. Besonders betroffen sind adipöse Kinder und Jugendliche: von ihnen weist fast jeder vierte zu hohe Blutdruckwerte auf, wie eine internationale Studie zeigt.
Jährlich erleiden zwischen 250.000 und 300.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland ein leichtes oder mitunter auch schwereres Schädelhirntrauma. Sie ereignen sich zumeist im Sport oder im Straßenverkehr. Kann diesem Trend präventiv entgegengewirkt werden?
Das ist ein genauso eindeutiges wie überraschendes Ergebnis: Laut der Auswertung einer dänischen Registerstudie mit über 9.300 Kindern besteht bei Kindern mit Pubertas praecox ein um 50 % bis 90 % erhöhtes Risiko für diverse psychische Störungen.
Um die derzeit unzureichende Weiterqualifizierung und Spezialisierung im Rahmen der Ausbildung zur Kinderkranken- und Kinderintensivpflege zu verbessern, wollen der Bundesverband Häusliche Kinderkrankenpflege e.V. (BHK) und die Bildungsakademie und Wissenschaft im Gesundheitswesen (BaWiG) GmbH künftig eng an einem Strang ziehen.
Die bisherige Studienlage war eindeutig. Menschen und speziell auch Kinder unter ADHS-Medikation sind deutlich seltener in Unfälle und kriminelle Handlungen verwickelt als Patienten ohne entsprechende Medikation. Doch diese Schutzwirkung scheint heute spürbar nachgelassen zu haben.