Gezielter Einsatz, minimierte RisikenAntibiotika – ja oder nein? Und wenn ja, welche? Dieser Beitrag fasst praxisrelevante Empfehlungen zu 4 zentralen Indikationsbereichen der Antibiotikaprophylaxe im kinderärztlichen Alltag zusammen: Endokarditisprophylaxe, Postexpositionsprophylaxe bei Meningokokken-Kontakt, Harnwegsinfektionsprophylaxe und Prophylaxe bei funktioneller oder anatomischer Asplenie.

Eine Antibiotikaprophylaxe kann bei ausgewählten pädiatrischen Patientinnen und Patienten das Risiko schwerwiegender Infektionen deutlich senken. Ihr Einsatz bleibt jedoch Ausnahmefällen vorbehalten und wirft in der Praxis regelmäßig Fragen zur Indikation und zu geeigneten Verordnungsempfehlungen auf. Wichtig ist zudem, dass eine Antibiotikaprophylaxe weder Impfungen noch andere strukturierte Präventionsmaßnahmen ersetzt. Ein unsachgemäßer Gebrauch und übermäßiger Einsatz birgt darüber hinaus das Risiko von Nebenwirkungen und einer Resistenzentwicklung.

Dieser Beitrag fasst praxisrelevante Empfehlungen zu 4 zentralen Indikationsbereichen der Antibiotikaprophylaxe im kinderärztlichen Alltag zusammen:

  1. Endokarditisprophylaxe
  2. Postexpositionsprophylaxe (PEP) bei Meningokokken-Kontakt
  3. Harnwegsinfektionsprophylaxe (HWI-Prophylaxe)
  4. Prophylaxe bei funktioneller oder anatomischer Asplenie

Grundsätzlich gilt für jede Form der Antibiotikaprophylaxe: Sie erfordert eine regelmäßige Re-Evaluation, möglichst kurze Anwendungszeiträume, eine umfassende Elternaufklärung sowie die Berücksichtigung der lokalen Resistenzlage. Eine Übersicht der genannten antibiotischen Prophylaxen findet sich in Tabelle 1 und basiert auf den Dosisempfehlungen im Kinderformularium [1] sowie der zitierten Literatur.

Endokarditisprophylaxe

Die antibiotische Endokarditisprophylaxe ist auf wenige Hochrisikogruppen und Risikoprozeduren begrenzt. Dazu zählen Kinder mit Klappenersatz oder rekonstruierten Klappen unter Verwendung von Prothesenmaterial, Patientinnen und Patienten mit Zustand nach infektiöser Endokarditis, zyanotischen, nicht korrigierten angeborenen Herzfehlern sowie korrigierten Defekten mit Prothesenmaterial in den ersten 6 Monaten nach dem Eingriff. Auch bei Residualdefekten mit chirurgischem oder interventionellem prothetischem Fremdmaterial ist eine Endokarditisprophylaxe indiziert sowie bei Zustand nach akutem rheumatischen Fieber (Penicillin-Dauerprophylaxe) [2, 5 – 7]. Sie wird empfohlen bei zahnärztlichen Maßnahmen mit Manipulation am Gingivagewebe, an periapikalen Regionen oder bei Perforation der Mundschleimhaut (einschließlich professioneller Zahnreinigung) sowie z. B. bei Tonsillotomie [5].

Für gastrointestinale, urogenitale sowie die meisten Atemwegs- und Haut-/Weichteileingriffe ist sie nicht indiziert, wobei nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung auch hier eine Prophylaxe in Frage kommen kann. Standard ist Amoxicillin 50 mg/kg per os (maximal 2 g) 30 – 60 Minuten vor dem Eingriff; falls eine orale Applikation nicht möglich ist, Ampicillin i. v. 50 mg/kg (maximal 2 g) [5]. Mögliche Alternativen bei Penicillinallergie sind Clindamycin oral 20 mg/kg (max. 600 mg) oder Clindamycin i. v. in gleicher Dosierung, falls eine orale Einnahme nicht möglich ist [2].

Meningokokken-Postexpositionsprophylaxe (PEP) nach Kontakt mit Indexpatientinnen und -patienten

Enge Kontaktpersonen eines Falls invasiver Meningokokken-Erkrankung sollten so früh wie möglich, idealerweise innerhalb von 24 Stunden eine PEP erhalten; spätestens ist sie bis zum zehnten Tag nach letztem engen Kontakt zur erkrankten Person sinnvoll [3]. Behandelt werden Haushaltskontakte, enge KiTa-/Gruppenkontakte, Personen mit direktem Kontakt zu Mund-/Rachensekreten (z. B. küssen, gemeinsames Besteck) sowie exponiertes medizinisches Personal ohne adäquaten Schutz [8]. Mittel der ersten Wahl ist Rifampicin für zwei Tage: < 3. Lebensmonat 5 mg/kg alle 12 Stunden, ab dem 3. Lebensmonat 10 mg/kg (maximal 600 mg pro Einzelgabe) alle 12 Stunden. Alternativ kommt Ceftriaxon als Einmalgabe i. m. in Frage (bis inklusive 12 Jahre 125 mg, > 12 J. 250 mg) [2] oder ggf. intravenös, wobei die Eradikationseffektivität von Meningokokken bei der i.v.-Applikation nicht untersucht ist. Ciprofloxacin als Einmalgabe ist vor allem für Erwachsene etabliert [3]. Für enge Haushaltskontakte ist zusätzlich bei impfpräventabler Serogruppe der Indexpatientin bzw. des Indexpatienten auch eine postexpositionelle Meningokokken-Impfung mit entsprechender Serogruppe indiziert.

Harnwegsinfekt- (HWI-)Prophylaxe

Die Dauerprophylaxe ist kein Standard mehr für alle Kinder mit rezidivierenden HWI, sondern ist einzelnen Risikogruppen vorbehalten. Sinnvoll eingesetzt ist sie bei rezidivierenden febrilen HWI (z. B. mindestens 2 in 6 Monaten oder 3 in 12 Monaten), höhergradigem vesikoureteralem Reflux (VUR Grad III – V) oder komplexen Anomalien der Harnwege [4]. Die begleitende Diagnostik und Therapie sollte immer die Funktionsprüfung von Blase und Darm beinhalten und Obstipation und Miktionsstörungen sollen konsequent behandelt werden. Die Wirksamkeit einer HWI-Prophylaxe ist lediglich moderat und am größten bei höherem Risiko. Ein positiver Effekt auf die langfristige Nierenfunktion bzw. die Verhinderung von Parenchymnarben ist nicht gesichert. Gleichzeitig ist die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen möglich.

Übliche Regime sind eine abendliche Einmalgabe von Trimethoprim 1 – 2 mg/kg (< 12 Jahre max. 50 mg; ≥ 12 Jahre max. 100 mg) oder Nitrofurantoin 1 mg/kg (max. 100 mg), jeweils unter Berücksichtigung des Erregerspektrums und der lokalen Resistenzlage [2, 4]. Alternativ kann bei Unverträglichkeit oder aus Zulassungsgründen bei jungen Säuglingen Cefaclor 10 mg/kg in 1 ED (max. 500 mg) verwendet werden.

Nitrofurantoin ist bei Kindern unter 3 Monaten, bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel und relevanter Niereninsuffizienz kontraindiziert. Die Dauer sollte klar befristet sein und ist bei Nitrofurantoin auch aus Zulassungsgründen auf maximal ein halbes Jahr beschränkt. Nach 3 Monaten sollte eine Re-Evaluation und ggfs. ein Auslassversuch erfolgen [4, 9 – 11].

Funktionelle und anatomische Asplenie

Patientinnen und Patienten ohne funktionsfähige Milz sind lebenslang einem erhöhten Risiko für schwere bakterielle Infektionen, insbesondere durch bekapselte Bakterien wie Streptococcus pneumoniae, Neisseria meningitidis und Haemophilus influenzae Typ b, ausgesetzt. Eine der schwerwiegendsten Komplikationen ist die Overwhelming Postsplenectomy Infection (OPSI), die innerhalb weniger Stunden letal verlaufen kann.

Die Indikation zur prophylaktischen Antibiotikagabe orientiert sich sowohl am Alter der Patientinnen und Patienten als auch an immunologischen Risikokonstellationen. Bei Kindern sollte die Prophylaxe in jedem Fall bis zum vollendeten fünften Lebensjahr fortbestehen [12]. Bei Patientinnen und Patienten mit unzureichender Vakzinierung oder unsicherem Impfansprechen – etwa im Kontext immunsuppressiver Therapien wie einer Chemotherapie – ist eine Verlängerung der Prophylaxe nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung angezeigt. Hierbei wird die Rücksprache mit einem pädiatrischen Schwerpunktzentrum ausdrücklich empfohlen.

Für die prophylaktische Behandlung wird in erster Linie Penicillin V eingesetzt. Die Details der Dosierung sind in Tabelle 1 dargestellt [12]. Bei Nichtverfügbarkeit von Penicillin kann alternativ Amoxicillin in einer Dosierung von 2 × 10 mg/kg pro Tag eingesetzt werden [13]. Bei nachgewiesener Penicillinallergie stellt Erythromycin niedrig dosiert (10 mg/kg in 1 ED) eine Alternative dar [2, 12].

Über die Frage nach dem Zeitpunkt der risikoarmen Beendigung der Prophylaxe besteht derzeit keine Einigkeit. Mindestens sollte sie für 5 Jahre nach Splenektomie beibehalten werden und ihre Fortführung sollte von der Immunkompetenz der Patientinnen und Patienten abhängen [2].

Neben der kontinuierlichen Prophylaxe kommt der Bereitstellung einer Stand-by-Antibiotika-Notfalltherapie eine besondere Bedeutung zu. Diese soll bei klinischen Warnzeichen wie Fieber ≥ 38,5 °C, Schüttelfrost oder schwerem Krankheitsgefühl unverzüglich initiiert werden. Hierbei darf keine Verzögerung durch häusliches Abwarten erfolgen. Eine sofortige ärztliche Evaluation und gegebenenfalls stationäre Überwachung sind obligat.

Für Kinder wird als Stand-by-Notfalltherapie Amoxicillin/Clavulansäure in einer Dosierung von 50 – 75 mg/kg (Amoxicillin-Anteil) in 3 Einzeldosen pro Tag empfohlen [12]. Patientinnen und Patienten sollten in diesem Zusammenhang unbedingt ihren individuellen Notfallausweis mitführen, den beispielsweise das Programm "Asplenie-Net" der Universitätsklinik Freiburg bereitstellt.

Fazit

Eine Antibiotikaprophylaxe ist in der Pädiatrie ein wirksames Instrument, wenn sie streng indikationsbezogen, korrekt dosiert und zeitlich begrenzt eingesetzt wird. Voraussetzung ist die konsequente Umsetzung nichtantibiotischer präventiver Maßnahmen, darunter insbesondere die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Impfstatus sowie indikationsspezifische Maßnahmen wie eine gute Mund- und Zahnhygiene (z. B. bei Endokarditisrisiko), die Behandlung einer Obstipationsneigung (bei Harnwegsinfektionen) oder eine strukturierte reisemedizinische Beratung (z. B. bei Asplenie).

Eine strukturierte Aufklärung der Familien, einschließlich der Vermittlung von Warnzeichen, Verhaltensregeln und der Umsetzung individueller Notfallpläne, ist integraler Bestandteil des Patientenmanagements. Die regelmäßige Reevaluation der Indikation ist essenziell, um unnötige Antibiotikaexposition und Resistenzentwicklung zu vermeiden.

Disclaimer

Die genannten Empfehlungen sind leitlinien- und literaturbasiert und dienen ausschließlich der Information. Sie ersetzen nicht die individuelle ärztliche Entscheidung. Für die Richtigkeit und Folgen der Anwendung wird keine Haftung übernommen. Vor Verordnung sind aktuelle Fachinformationen, nationale Zulassungen, lokale Resistenzdaten sowie patientenindividuelle Faktoren (Alter, Gewicht, Organfunktionen, Allergien, Wechselwirkungen) zu prüfen.


Literatur
1. Kinderformularium.DE der Kinder- und Jugendklinik Uniklinikum Erlangen. Kinderformularium (2025) Verfügbar unter: https://www.kinderformularium.de/
2. Berner R, Bialek R, Brinkmann F, Heininger U, Huppertz HI et al. (Hrsg.) (2026) DGPI Handbuch: Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart
3. Robert Koch-Institut (2026) RKI-Ratgeber zu Meningokokken, invasive Erkrankungen (Neisseria meningitidis) Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Meningokokken.html
4. AWMF (2021) S2k-Leitlinie: Harnwegsinfektionen im Kindesalter – Diagnostik, Therapie und Prophylaxe [Internet]. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/166-004 [zitiert 31. August 2025]
5. AWMF (2022) S2k-Leitlinie: Infektiöse Endokarditis und Endokarditisprophylaxe [Internet]. Verfügbar unter: https://www.dgpk.org/wp-content/uploads/2022_09_28_Infektioese_Endokarditis_Endokarditsprophylaxe.pdf [zitiert 31. August 2025].
6. Delgado V, Ajmone Marsan N, De Waha S, Bonaros N, Brida M et al. ESC Scientific Document Group (2023) ESC Guidelines for the management of endocarditis. Eur Heart J 44 (39): 3948 – 4042
7. Wilson WR, Gewitz M, Lockhart PB, Bolger AF, DeSimone DC et al. (2021) Prevention of Viridans Group Streptococcal Infective Endocarditis: A Scientific Statement From the American Heart Association. Circulation 143 (20): e978
8. ECDC Guidance (2010) Public health management of sporadic cases of invasive meningococcal disease and their contacts. [Internet]. LU: Publications Office. Verfügbar unter: https://data.europa.eu/doi/10.2900/34738
9. National Institute for Health and Care Excellence (Great Britain) (Hrsg.) (2022) Urinary tract infection in under 16s: diagnosis and management [Internet]. London: National Institute for Health and Care Excellence (NICE); (NICE guideline). Verfügbar unter: https://www.nice.org.uk/guidance/ng224/resources/urinary-tract-infection-in-under-16s-diagnosis-and-management-pdf-66143835667141
10. RIVUR Trial Investigators; Hobermann A, Greenfield SP, Mattoo TK, Keren R, Mathews R et al. (2014) Antimicrobial prophylaxis for children with vesicoureteral reflux. N Engl J Med 370 (25): 2367 – 2376
11. Williams G, Craig JC (2019) Long-term antibiotics for preventing recurrent urinary tract infection in children. Cochrane Kidney and Transplant Group, Herausgeber. Cochrane Database Syst Rev 4 (4): CD001534
12. Engelhardt M, Eber S, Germing U, Schmugge Liner M, Rieg S (2020) Asplenie und Hyposplenismus (früher: Prävention von Infektionen und Thrombosen nach Splenektomie oder funktioneller Asplenie). Onkopedia. Verfügbar unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/asplenie-und-hyposplenismus-frueher-praevention-von-infektionen-und-thrombosen-nach-splenektomie-oder-funktioneller-asplenie/@@guideline/html/index.html
13. Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie (SGINF), Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF), Bundesamt für Gesundheit (BAG) (2015) Prävention schwerer Infektionen bei anatomischer oder funktioneller Asplenie. Verfügbar unter: https://asplenie.wordpress.com/wp-content/uploads/2019/04/prc3a4vention-schwerer-infektionen-bei-anatomischer-oder-funktioneller-asplenie-2015.pdf

Interessenkonflikt
Die Autorinnen und der Autoren geben an, dass kein Interessenskonflikt in Zusammenhang mit diesem Beitrag besteht.

Korrespondenzadresse
Dr. med. Luise Martin, M. Sc.
Päd. Infektiologie, Charité AMS-Team
Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin
Vorstand Krankenversorgung – Antimicrobial Stewardship (AMS)
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Tel.: 0 30/4 50 61 60 67
Fax: 0 30/45 07 58 00 39
E-Mail: luise.martin@charite.de
© Farbtonwerk
Merke: Eine HWI-Prophylaxe ist stets zeitlich zu begrenzen und nur in Kombination mit konsequenter nicht antibiotischer Begleittherapie (z. B. Behandlung von Obstipation) sinnvoll.
Merke: Nach PEP sollten Kontaktpersonen gezielt über Frühzeichen (Fieber, Petechien/Exanthem, Nackensteife) aufgeklärt und entsprechend der Serogruppe zur Impfung beraten werden.
Merke: Für gastrointestinale, urogenitale sowie die meisten Atemwegs- und Haut-/Weichteileingriffe ist die Endokarditisprophylaxe nicht indiziert. Eine gute Mundhygiene und die regelmäßige zahnärztliche Vorsorge sind die wirksamste Endokarditisprophylaxe, unabhängig von Antibiotikaeinnahme.
Eine Antibiotikaprophylaxe ist in der Pädiatrie ein wirksames Instrument, wenn sie streng indikationsbezogen, korrekt dosiert und zeitlich begrenzt eingesetzt wird. Voraussetzung ist die konsequente Umsetzung nicht antibiotischer präventiver Maßnahmen. Wesentliches für die Praxis . . .
  • Endokarditisprophylaxe nur für Hochrisikopatienten, d. h. jene mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen schweren oder potenziell letalen Verlauf [2]. Hochrisikopatienten sollten einen Endokarditisausweis erhalten, der Behandelnde über das individuelle Risiko und die notwendige Prophylaxe informiert.
  • Bei Zustand nach Kontakt mit Meningokokken ist die PEP möglichst früh zu beginnen: ideal < 24 h (spätestens Tag 10) [3] nach Kontakt; Haushalts- und Hochrisikokontakte sind zu priorisieren.
  • Eine HWI-Prophylaxe ist nach strenger Indikationsstellung einzusetzen (rezidivierende febrile HWI, höhergradiger VUR) und zeitlich zu begrenzen [4]; immer Blasen-/Darmdysfunktion konsequent behandeln.
  • Bei einer (funktionellen) Asplenie den Impfstatus besonders sorgfältig überprüfen, antibiotische Prophylaxe bis mindestens zum 5. Geburtstag und immer für 3 Jahre nach Splenektomie durchführen. Notfallausweis mit Stand-by-Notfalltherapie bei Fieber mit der Familie besprechen. Bei geplanten Auslandsaufenthalten ggf. reisemedizinische Impfberatung initiieren.

Erschienen in: Kinderärztliche Praxis, 2026; 97 (3) Seite x-x